Deutsche Version English Version
 
Berlin, 02.12.19

Dekarbonisierung des Ackerbaus – mit Biokraftstoffen international einen Beitrag zum Klimaschutz leisten

In der Land- und Forstwirtschaft sind die Folgen der Dürrejahre 2018 und 2019 unübersehbar. Diese Sektoren und insbesondere die Landwirtschaft sind aber nicht nur betroffen, sondern Teil der Lösung. Rapsölkraftstoff und Biomethan sind in Verbindung mit heute verfügbaren modernen Motor- und Abgasbehandlungskonzepten einsatzbereit. Die Technologieentwicklung ist von internationaler Bedeutung, um regionale Versorgungsprobleme beispielsweise in Entwicklungsländern mit dezentral erzeugten Biokraftstoffen zu lösen. Bei der Herstellung entstehen nicht nur wertvolle Nebenprodukte für die  Tierernährung, sondern mit der Vergärung geht ein Veredelungsprozess einher, der insbesondere die Düngerwirkung des Stickstoffanteils in der Biogasgülle erheblich verbessert und den Boden mit Kohlenstoff anreichert. Marktzugang und Akzeptanz in der Politik aber auch in der Landwirtschaft selbst müssen entwickelt werden, damit nachhaltige und treibhausgasoptimierte Biokraftstoffe ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Gegenstand der Vorträge im Forum „Biokraftstoffe in der Land-und Forstwirtschaft“  im Rahmen des 17. Internationalen Fachkongresses sind insbesondere die Vorstellung von Markteintrittsstrategien am Beispiel von Biomethan-Traktoren des Landmaschinenherstellers New-Holland, die Vorstellung umfangreicher Praxiserfahrungen mit einem Gastraktor, der über 1.000 Stunden mit Biomethan an der Universität Rostock geprüft wurde. Im Falle von Rapsölkraftstoff stellt sich die Frage nach der Kraftstofferkennung, hier erläutert an einem Stufe-5 Motor des Herstellers JohnDeere. Ein Bericht aus der Praxis über die Rohstoff-produktion auf dem Acker, dessen Verarbeitung zu einem Qualitätskraftstoff und dessen Einsatz in einem Pflanzenöltraktor rundet dieses Forum ab.