Session 7+14: KRAFTSTOFF BIOMETHAN: GASFÖRMIG, FLÜSSIG UND NACHHALTIG! BIOMETHAN INTERNATIONAL: RECHTLICHER RAHMEN, ANREIZE, ERFOLGSGESCHICHTEN

05. November 2020

Session 7: Kraftstoff Biomethan: Gasförmig, flüssig und nachhaltig!

Die Bedeutung von Biomethan im Verkehr - als vielfältig einsetzbarer Kraftstoff - steigt primär vor dem Hintergrund seiner Umweltvorteile unaufhaltsam. So stieg der Absatz von Biomethan in der Mobilitätsbranche im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr auf 660 GWh; also um etwa 70 Prozent. Dabei reagierten die Biogasproduzenten schnell auf die Bedarfszunahme an biogenem CNG. Genauso zügig kann künftig auch die Marktnachfrage nach verflüssigtem Biomethan – Bio-LNG – bedient werden, die ersten Verflüssigungsprojekte stehen bereits in den Startlöchern. Der Tonangeber bei der Transformation des Mobilitätssektors sind dabei zahlreiche Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung Europäischer Vorgaben an die Defossilisierung des Kraftstoffmarktes. Die Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und entsprechender Verordnungen sowie auch die Verabschiedung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes bereiten für Biomethan einen Markteintritt bei vielen Anwendungen wie etwa im Schwerlastverkehr vor. Diese und weitere Aspekte des Einsatzes von Biomethan in der Mobilität behandelt die Session „Kraftstoff Biomethan: gasförmig, flüssig und nachhaltig!“

Dr. Claus Bonsen, E.ON Bioerdgas GmbH, untersucht in seinem Vortrag die Anwendung von Biomethan im Nutzfahrzeugbereich vor dem Hintergrund des Einsatzes von Konkurrenztechnologien. Während unter alternativen Antrieben für PKW weitestgehend batterieelektrische Antriebskonzepte verstanden werden, ist für Nutzfahrzeuge die Vielfalt der technologischen Optionen größer, da der batterieelektrische Antrieb hier insbesondere aufgrund des Batteriegewichts mit deutlichen Nachteilen verbunden ist. Wichtigste Faktoren für diesen Vergleich stellen das jeweilige verfügbare Potenzial der erneuerbaren Variante und ihre wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit dar.  

Jan Müller und Raoul Koenig, Shell, stellen die Bio-LNG Ambitionen von Shell im Hinblick auf die Treibhausgas-Optimierung vom Kraftstoffmix des Unternehmens vor. Angesichts seiner guten Klimabilanz und der Kostenvorteile erwies sich verflüssigtes Biomethan als eine gute Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Produktion und Einsatz von Bio-LNG bietet den Akteuren des Kraftstoffmarktes vor allem im Schwerlastverkehr eine schnell wirksame Maßnahme zur Defossilisierung des Verkehrs an.

Bewertung von Anlagenkonzepten für Bio-LNG steht im Fokus des Vortrags von Michael Kralemann, 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V. Der Vortrag schildert Kosten für Erzeugung und Verflüssigung von Biomethan und deren Optimierungspotentiale. Dabei wird auch auf eine mögliche Bandbreite an Erlösen eingegangen, die sich in Abhängigkeit von dem jeweiligen Substratmix ergibt.  


Das Klimatalent Biomethan, so lautet das Leitmotiv des Vortrags von Stefan Laumann, EnviTec Biogas AG, der sich mit den Umwelt- und Klimavorteilen von Biomethan und auch mit den technischen Lösungen für dessen Produktion auseinandersetzt. Das Unternehmen ist einer der führenden Technologieanbieter in der Biogasindustrie. Es vereint in sich die Kompetenzen eines Biogasanlagenherstellers mit dem Know-how der CNG-Branche, was ihn zu einem der Marktführer macht.                 

Session 14: Kraftstoff Biomethan: Rechtlicher Rahmen, Anreize, Erfolgsgeschichten

Der Markthochlauf von Biomethan ist mittlerweile in mehreren Regionen und Ländern der Welt zu verzeichnen. Nach dem guten Start in Deutschland in den 2000er Jahren kam es letztes Jahrzehnt zu einer positiven Entwicklung der Produktion und Nutzung von Biomethan auch in mehreren weiteren Ländern wie etwa in Frankreich, Italien, Großbritannien, Schweden und auch außerhalb des Europäischen Kontinents wie beispielsweise in den USA etc. Anbei erobert Biomethan diverse Anwendungsnischen, welche u.a. besondere Anforderungen an den Klima- und Umweltschutz, die Nachhaltigkeit sowie auch an die Robustheit der Technologie stellen. Nicht zuletzt sind diese Markterfolge auch den getroffenen politischen Entscheidungen zu verdanken. Die Session „Biomethan international“ beschäftigt sich mit Erfahrungen der Biomethanbranche weltweit und schildert Erfolgskonzepte, von denen man lernen kann.

Den allgemeinen Überblick über die Europäische Gesetzgebung zur Herstellung und Anwendung von Biomethan stellt Harmen Dekker, European Biogas Association, in seinem Vortrag vor. Der Bericht fokussiert sich auf die Förderinstrumente, die dem Durchbruch der Branche beigetragen haben, und thematisiert politische Erfolge in Brüssel sowie noch offene Baustellen.

Dekarbonisierung der Mobilitätsbranche ist das Leitmotiv des Kongresses. Vor diesem Hintergrund war es den Veranstaltern wichtig, den möglichen Beitrag von Biomethan zur Minderung des verkehrsbedingten Treibhausgasausstoßes zu schildern. Thomas Härdtl, bmp greengas GmbH, nimmt in seinem Vortrag dieses Thema ins Visier und präsentiert den Klimaschützer Biomethan in seinem ganzen Facettenreichtum. 

Lernen aus der Erfahrung anderer ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen des Erfolgs. Dies betrifft auch die Erneuerbare-Energien- und Biokraftstoff-Branche. In seinem Vortrag stellt Patrick Serfass, American Biogas Council, die Marktanreize in der US-amerikanischen Biomethanindustrie vor, und beleuchtet u.a. das Fördersystem für die Anwendung von Biomethan in der Mobilität. Flankierend dazu werden einige Best-Practice-Projekte in den USA präsentiert. 

In Europa lassen sich die ersten Früchte im Bereich verflüssigtes Biomethan – Bio-LNG – bereits heute ernten. Karin Jansen, Rolande LNG B.V., berichtet über die Teilnahme des Unternehmens aus den Niederlanden an den internationalen Infrastrukturprojekten und über die ersten kommerziellen Erfolge mit Bio-LNG.    

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