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Bonn, 10.01.17

Themenschwerpunkt „Biokraftstoffe und Power-to-X“ im Rahmen des Kongresses

Der stetig steigende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung führt bereits jetzt dazu, dass in Zeiten, in denen viel Wind weht und die Sonne stark scheint, große Überschussmengen an elektrischem Strom produziert werden. In wenigen Jahren wird an windreichen Sommertagen zur Tagesmitte der gesamte Strombedarf Deutschlands durch Wind- und Photovoltaik-Strom gedeckt. Vor allem aber wird an solchen Tagen mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Energien mehr Strom erzeugt, als gerade benötigt wird. Da es bisher noch zu wenig Möglichkeiten gibt, den Strom zu speichern und sich diese Situation aus heutiger Sicht auch nicht schnell genug ändert, wird man andere Wege gehen müssen.

"Wie wollen wir den Strom aus Erneuerbaren Energien speichern: In Flüssigkeiten, in Gas, oder in chemischen Grundstoffen? Alles ist möglich, aber welche dieser Optionen ist perspektivisch die effektivste? Um herauszufinden, welche der Technologien – oder welche Kombination von Technologien - für die Zukunft am besten geeignet ist, brauchen wir das Power-to-X-Projekt", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am 13. Oktober 2016 in Jülich.

Der 14. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2017“ findet vom 23.bis 24. Januar 2017 im CityCube Berlin statt. Die Veranstalter erwarten wieder mehr als 500 Teilnehmer aus der Automobilproduktion, Mineralölwirtschaft, Chemischen Industrie, Biokraftstoffproduktion, Wissenschaft und Forschung sowie von internationalen Organisationen und Ministerien.


Neben vielen weiteren, speziell ausgerichteten Parallelforen widmen sich Experten am zweiten Kongresstag u.a. dem Themenfeld „Biokraftstoffe und Power-to-X“ zu.
Arne Gröngröft (Deutsches Biomasseforschungszentrum) wird zunächst einen Überblick zu Synergien von Bioenergie und Power-to-X geben und am konkreten Beispiel die mögliche Verknüpfung von biomasse- und strombasierten Technologien aufzeigen.


Einen Ansatzpunkt, Synergien zwischen bestehenden Bioenergieanlagen und strombasierten Synthesen zu verschiedenen Produkten aufzuzeigen, bietet die Nutzung von erneuerbarem CO2 aus bestehenden Bioethanol- und Biomethananlagen. Hierzu wird Dr. Oliver Lüdtke (VERBIO AG) mit einer Einschätzung aus der Praxis beitragen.


Wie Kraftstoffe aus biogenen C-Quellen hergestellt werden können, wird Dr. Daniela Pufky-Heinrich (Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse, CBP) vorstellen.
Dr. Ralph-Uwe Dietrich (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., DLR) wird Ergebnisse einer technisch-ökonomischen Analyse für die Ausnutzung von Synergien aus Power und Biomass-to-Liquid (PBTL) präsentieren.


Der Frage nach CO2-Intensität, Wirkungsgrad und Ökonomie von strom- versus biomassebasierten Kraftstoffen im Vergleich wird abschließend Dr. Christian Bergins (Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH) nachgehen.


Nutzen Sie die Möglichkeit, hochaktuelle Vorträge zu hören, mit Kongressteilnehmern und Rednern aus mehr als 30 Ländern in Kontakt zu treten und sich im zentralen Ausstellungsforum an Messeständen zu informieren.


Kontakt:
Bundesverband Bioenergie e.V.
Markus Hartmann
Tel.: 0228/81002-22