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Berlin, 18.12.19

Unterschiedliche Optionen – ein Ziel: Mehr Klimaschutz im Verkehr. Diskussion auf dem Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2020“

Im Verkehrssektor lassen sich die Treibhausgasemissionen nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen verringern. Das breite Spektrum möglicher Schritte zur Defossilisierung, die zum Einsatz kommen können, diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf dem 17. Internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“, der vom 20.-21.01.2020 in Berlin stattfindet. Zu den vielversprechenden Klimaschutzmaßnahmen gehören neben der Elektromobilität auch alle erneuerbaren flüssigen und gasförmigen Energieträger: Kraftstoffe aus Strom, zertifiziert nachhaltige Biokraftstoffe und weitere Innovationen. Weil der Verbrennungsmotor auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird, sind alternative Kraftstoffe für das Erreichen der deutschen Klimaziele unverzichtbar.

Zum Auftakt des zweitägigen Fachkongresses beleuchten Vorträge  die politischen, gesetzlichen und technischen Rahmenbedingungen für die Zukunft des Verkehrssektors:
Arthur Auernhammer (MdB),Präsident des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), bilanziert die Rolle der Biokraftstoffe für die Treibhausgasreduzierung im Verkehr.

Die 2019 vom Bundesverkehrsministerium einberufene „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ bindet relevante Interessenvertreter sowie Fachexpertise und Politik in die Debatte über die Mobilität von Morgen ein. Aufbauend auf den Diskussionsergebnissen dieser Expertenkommission werden Handlungsempfehlungen an die Politik ausgesprochen. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Henning Kagermann, wird die bisherigen Ergebnisse der Expertenkommission vorstellen. Aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird die Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang zum Thema „Klimaschutzziele im Verkehr - wie erreichen und alle mitnehmen?“ referieren.
Auf die jüngsten Entwicklungen in der Klimagesetzgebung geht Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ein. Sie erläutert, welche kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen im Verkehr zu mehr Klimaschutz führen und wie sich finanzielle Risiken für den Bundeshaushalt verringern lassen. Denn bei der Verfehlung europäischer Klimaschutzvorgaben drohen Deutschland Strafzahlungen aufgrund der europäischen Lastenteilungsverordnung. Mit einer Studie hat das DIW Berlin insbesondere den Beitrag untersucht, den Biokraftstoffe in diesem Zusammenhang leisten können.

Welche Bedeutung das Mineralölunternehmen Shell alternativen Kraftstoffen beimisst, legt Dr. Jörg Adolf, Stakeholder Relations Manager bei der Shell Deutschland Oil GmbH, dar.
Prof. Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, erläutert zum Abschluss des ersten Themenblocks die Perspektive des Verbrennungsmotors und alternativer Kraftstoffe im Rahmen von internationalen Klimaschutzkonzepten.
Der Themenblock „Klimaschutz durch nachhaltige erneuerbare Mobilität“ bietet den Teilnehmern einen Überblick über die aktuelle politische Diskussion in Verbindung mit einem Blick auf praktische Fragestellungen. Die Eröffnung des Kongresses moderiert Stephan Arens von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.