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Berlin, 20.12.19

Power-to-X - der Mix führt zum Klimaschutzziel

E-Fuels – Hoffnungsträger oder Beitrag zur Energiewende im Verkehr?

Sind synthetische Kraftstoffe aus erneuerbarem Strom nur Hoffnungsträger der Mineralöl- und Fahrzeugindustrie oder eine ernst zu nehmende Alternative zur Dekarbonisierung des Verkehrs? Der Handlungsdruck ist außerordentlich groß. Mit etwa 170,6 Mio. t Klimagase im Jahr 2017 belastet insbesondere der Verkehrssektor die deutsche Klimabilanz. E-Fuels haben den Vorteil in bestehende Fahrzeugflotten eingesetzt werden zu können, die Vermarktung kann über die bestehende Infrastruktur, wie bei Biokraftstoffen, erfolgen. Das ist der kundennahe Zugang in den Kraftstofftank, an praktische jeder öffentlichen Tankstelle und Tankstellen des Transportgewerbes. Größte Hürden sind die enormen Investitionskosten und der Vorwurf einer ineffizienten Nutzung des ohnehin schon knappen erneuerbaren Stroms. Andererseits stellt sich die Frage, ob mit der Einführung der CO2-Bepreisung eine Begünstigung der erneuerbaren und nachhaltigen Alternativkraftstoffe insgesamt einhergeht.

Insbesondere diese Fragen zu den erforderlichen Rahmenbedingungen die Markteinführung beschleunigend zu begleiten, stehen im Mittelpunkt des Vortrages von Tobias Block, Verband der Automobilindustrie (VDA). Prof. Dr. Christian Küchen, Geschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), stellt die neuesten Technologieinnovationen für die E-Fuel-Produktion und deren Vermarktung vor. Wie diese Kraftstoffe zu bewerten sind, erläutert Ralph-Uwe Dietrich vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Konkret wird die Umsetzung am Beispiel der Shell Rheinland Raffinerie vorgestellt. Dr. Jörg Dehmel, Shell Deutschland und Dr. Frithjof Kublik stellen die Erkenntnisse der PtL-Machbarkeitsstudie vor.